Eine Ausbildung in der Pflege.

Ist das etwas für mich?

Pflegefachkräfte werden gesucht, klar. Wer sich für den Job entscheidet, hat eine sichere berufliche Zukunft. Aber macht die Arbeit auch Spaß? Wir haben nachgefragt.

Sandra, Auszubildende zur Pflegefachkraft in der Caritas-Sozialstation Sassenberg, hat mit ihren 23 Jahren schon einiges an Berufserfahrung gesammelt: Nach ihrem Realschulabschluss machte sie zunächst eine Ausbildung zur Drogistin in einer großen Drogeriemarktkette. „Die Ausbildung habe ich gemacht, um überhaupt erst einmal etwas zu haben“, sagt sie heute im Rückblick. So richtig gefallen habe ihr der Job aber nicht. Deshalb orientierte sie sich nach der ersten Berufserfahrung im Einzelhandel schnell neu. „Ich war in der Findungsphase und hatte bereits Praktika in einem Krankenhaus und einem Altenheim gemacht“, berichtet Sandra. Die Arbeit mit den Menschen dort habe ihr sehr gefallen, weshalb sie sich dann auch für eine Ausbildung in der Pflege entschieden habe.

„Der große Vorteil im ambulanten Dienst ist, dass man die Menschen zu Hause in ihrer gewohnten Umgebung pflegt und so eine persönlichere Beziehung aufbauen kann“, erklärt die angehende Pflegefachkraft. Aufgrund der Eins-zu-eins-Situation habe man mehr ungestörte Zeit für jeden Einzelnen, als dies etwa in Altenheimen der Fall sei. Das habe viel mehr Qualität, meint Sandra, vor allem für die Pflegebedürftigen.

Außerdem fand sie im ambulanten Pflegedient eine Arbeit, die sich gut mit ihrem Leben als alleinerziehende Mutter eines fünfjährigen Sohnes vereinbaren ließ. Speziell für Frauen wie sie gibt es bei der Caritas ambulante Dienste GmbH Touren, die erst um halb acht am Morgen beginnen. „Morgens vor der Arbeit bringe ich meinen Sohn in den Kindergarten und nach Dienstschluss kann ich ihn bequem wieder abholen“, berichtet sie.

Mit 23 ist Sandra übrigens weder jung noch alt im Vergleich zu den anderen Auszubildenden. 35 hat die Caritas ambulante Dienste GmbH derzeit, es sind fast alle Altersstufen vertreten. „Die älteste war zu Beginn ihrer Ausbildung 54 Jahre alt“, weiß Birgit Schürmann, Einrichtungsleiterin in Sassenberg und Mit-Initiatorin der Azubi-Trainings bei der Caritas ambulante Dienste GmbH. Es gebe viele Quereinsteigerinnen und Wiedereinsteigerinnen, die nach der Familienphase noch einmal ganz neu anfangen wollen. „Diese Mischung aus jungen und älteren Azubis finde ich spannend und wichtig. Das ermöglicht generationenübergreifendes Lernen. In ihren unterschiedlichen Lebenswelten profitieren so alle voneinander“, bemerkt Einrichtungsleiterin Birgit Schürmann. Denn beim täglichen Umgang mit pflegebedürftigen Menschen komme es eben auch auf Lebenserfahrung und Sozialkompetenz an. Gerade mit Müttern habe sie gute Erfahrungen gemacht, so Schürmann. „Frauen mit Kindern beziehungsweise Familie sind es gewohnt, gut zu organisieren. Das merkt man in der Zusammenarbeit.“

Pflegefachkraft aus Berufung

„Das ist keine Arbeit, die man macht, weil man nichts anderes mit sich anzufangen weiß“, bemerkt Birgit Schürmann. Menschen zu pflegen, gern im Gespräch zu sein und sich immer wieder auf neue Situationen einstellen zu wollen, diese Entscheidung trifft man nicht mal „eben so“. „Fast alle Pflegekräfte haben sich sehr bewusst für diese Arbeit entschieden.“

Einen Job am Schreibtisch hat sich auch Sarah nicht vorstellen können. Die gelernte Krankenschwester und Mutter von zwei Kindern arbeitet seit sechs Jahren in der Sozialstation in Sassenberg und betreut als angehende Praxisanleiterin die Auszubildenden vor Ort. „Das Tolle am ambulanten Dienst ist auch, dass die Azubis ganz eng eins zu eins von einem Praxisanleiter oder einer Praxisanleiterin betreut werden“, weiß Sarah zu berichten.

Abwechslung und Aufstiegsmöglichkeiten gebe es im ambulanten Dienst reichlich, betont Sarah. Die Ausbildung bestehe aus sechs- bis achtwöchigen Theorie-Blöcken im Fachseminar im Wechsel mit Praxiseinheiten von etwa acht Wochen. Schrittweise erlernen die Auszubildenden von der Grundpflege, über Spezialgebiete wie Demenzbetreuung bis hin zur medizinischen Behandlungspflege alles, was im ambulanten Pflegedienst wichtig ist. Nach Ausbildungsabschluss könne man dann – so wie sie selbst – Weiterbildungen etwa zur Wundversorgung oder auch zur Praxisanleiterin absolvieren.

Im Rahmen der dreijährigen Ausbildung müssen die angehenden Pflegefachkräfte aber auch anderswo Erfahrungen sammeln, so etwa in stationären Einrichtungen in Heimen oder Hospizen oder auch in fachspezifischen Bereichen wie etwa der Gerontopsychiatrie. „Die Azubis können auch in unserer Senioren-WG in Oelde oder unserer Tagespflegeeinrichtung in Wadersloh reinschnuppern“, betont Einrichtungsleiterin Birgit Schürmann. Dass jemand nach der Ausbildung in den stationären Dienst gehe, komme aber so gut wie nie vor, ergänzt sie nicht ohne Stolz. „Unsere Auszubildenden bleiben sehr gern bei uns.“

Für Azubi Sandra war der Neustart im ambulanten Pflegedienst die richtige Entscheidung. Aber kann das jeder? Sandra sagt: „Wer Freude am Umgang mit Menschen hat, mitfühlend, ruhig und gelassen ist, zuhören kann und keine Angst hat, Verantwortung zu übernehmen, dem kann ich die Ausbildung im ambulanten Pflegedienst nur empfehlen.“ Und sie macht allen Mut, die mit dem Gedanken spielen, in die Pflege zu gehen. „Wer seinen Verstand und sein Herz mitbringt, hat alles Wesentliche dabei. Das Fachliche kommt später, da braucht keiner Bedenken zu haben.“

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